Deutschland droht eine Bankenkrise – Sparkassen und Volksbanken bedroht!

Wegen der schlechten Wirtschaftslage und beschleunigt durch die Corona-Krise, werden laut einer Studie tausende Unternehmen ihre Kredite nicht zurückzahlen können. Im schlechtesten Fall könnten sich die Ausfälle auf fast 630 Milliarden Euro belaufen. Ein hohes Risiko für den Bankensektro!

Quelle: focus.de

Die ungeschöhnten Fakten sehen wie folgt aus:

  • Dank der Konjunkturkrise droht den Banken ein Kreditausfall
  • Bei einem optimistischen Szenario liegt die Summe bei rund 130 Milliarden Euro, im pessimistischen Szenario bei rund 630 Milliarden Euro
  • Gefährdet sind vor allem Volksbanken und Sparkassen, da sie Geld an viele kleine Firmen verliehen haben die jetzt unter der Krise besonders leiden

Bankenkrise – Finanzstandort Deutschland liegt am Boden

Tatsache ist: Deutschland als Finanzstandort liegt am Boden! Auf dem Höhepunkt der Corona-Krise konnten sich die Banken und Finanzdienstleister noch halten und es kam bislang noch zu keinen Ausfällen im Zahlungsverkehr. Doch nun rollt eine Welle von Pleiten auf die Kreditinstitute zu, die sie selbst sehr in Mitleidenschaft ziehen könnte. Das zeigt das Ergebnis einer aktuellen Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH).

Eine solche Welle von Pleiten würde Finanzdienstleister besonders stark treffen, die sich sowieso in schlechter Verfassung befinden. Der Zahlungsdienstleiser Wirecard ist insolvent und stellt den Akteuren ein miserables Zeugnis aus. Bei den Banken sieht es nicht besser aus. Die Commerzbank sucht hängeringend nach einem neuen Aufsichtsrats der dann einen neuen Vorstand finden soll. Der aktuelle Aufsichtsrat und Vorstand haben ihren Rücktritt angekündigt, weil die Bank in Sachen Profitabilität nicht den Anforderungen wichtiger Aktionäre entspricht. Und dann noch die Deutsche Bank. Die Deutsche Bank die einst ein weltweites Spitzeninstitut war, verkündet eine Restrukturierug nach der andern.

“Wer die Wirtschaftskrise noch immer nicht sehen kann, dem ist nicht mehr zu helfen. Schützen Sie jetzt Ihr Vermögen, bevor der Staat zugreift!” (Philipp Burger, CEO, Solidus LLC)

Die Aktionäre erleben die Krise bereits in ihrem Depot. Wer eine Aktie der Deutschen Bank seit fünf Jahren hält, der hat heut nur noch ein Drittel des ursprünglichen Werts. Auch die Aktie der Commerzbank dümpelt seit Monaten um die vier Euro.

Firmenpleiten werden für Kreditausfälle sorgen

Laut den Wirtschaftsforscher aus Halle, wird die von der Corona-Krise beschleunigte Konjunkturkrise nun tausende Firmen daran hindern, ihre Kredite zurückzuzahlen. Diese Ausfälle können die Deutschen Banken so schwer belasten, dass diese selbst in Existenznot geraten. Wenn wir von einem optimistischen Szenario ausgehen, bei dem sich die deutsche Wirtschaft rasch erholt, wären immerhin sechs Prozent und damit dutzende heimische Geldhäuser akut gefährdet. Gehen wir aber von einem pessimistischen Szenario aus, mit einer langen Wirtschaftsflaute, sind bis zu 28 Prozent, und damit hunderte Banken in Deutschland, in grossen Schwierigkeiten.

Wenn man einen Blick in deren Bilanzen wirft, verdeutlicht dies, wie wichtig diese Banken für die Wirtschaft sind. Die vom Ausfall bedrohten Kredite belaufen sich im optimistischen Falle rund 127 Milliarden Euro. Im pessimistischen Falle aber 624 Milliarden Euro. Nicht ohne Grund sagt somit der IWH-Präsident Reint Group: “Selbst wenn es für die deutsche Wirtschaft sehr gut läuft, halten wir eine neue Bankenkrise für wahrscheinlich.” Er hat die Studie zusammen mit dem IWH-Finanzmarktforschern Michael Koetter und William McShane verfasst. “Der Staat hat sich zuletzt verständlicherweise um die Realwirtschaft gekümmert, sollte aber mögliche Gefahren nicht übersehen, die im Finanzsektor lauern.”

Sparkassen und Volksbanken sind besonders bedroht

Wenn das Szenario eintrifft und viele Kredite ausfallen und dadurch die Eigenkapitalquote der betroffenen Bank unter sechs Prozent fällt, wird sie umstrukturiert, mit einem andern Institut fusioniert oder ganz geschlossen. Es wäre aber in jedem Fall für diese Bank unmöglich, neue Kredite zu vergeben. Und genau dies könnte die ohnehin geschwächte Realwirtschaft zusätzlich stark belasten. Gropp warnt daher: “Die Gefahr ist ziemlich hoch, dass eine Bankenkrise eine zweite Rezession auslöst.”

Wann eine solche Bankenkrise beginnt, hängt von mehreren Faktoren ab. Zuerst werden Unternehmen den Zeitpunkt ihrer Zahlungsunfähigkeit hinauszögern, während Banken gleichzeitig Problemkredite verschleiern können. Vor allem Sparkassen und Genossenschaftsbanken müssen mit Kreditausfällen rechnen. Denn sie verleihen ihr Geld meist an Firmen, die jetzt doppelt gefährdet sind. Zum einen, weil sie klein und damit generell krisenanfälliger sind als Grossunternehmen. Zum anderen, weil diesen Firmen insbesondere Branchen angehören, die vom Corona-Lockdown schwer getroffen wurden. Darunter viel Einzelhandel und Gastgewerbe.

Wieviel Puffer steckt wirklich in den Bilanzen?

Gerhard Schick, ein ehemaliger Grüner-Politiker und heute geschäftsführender Vorstand der “Bürgerbewegung Finanzwende” teil die Meinung des IWH. Wenn Unternehmen jetzt zusätzlich Kredite bekämen, um die Kredite durchzustehen, werde die Schuldenlast irgendwann zu gross, sagt Schick in einem Interview. “Dann ist entscheidend, wie viel Puffer haben die Banken eigentlich in der Bilanz? Wie viel könne die an Verlusten abfedern?” Eine zweite Well, ausgelöst durch eine Bankenkrise, hält Schick vor diesem Hintergrund für durchaus realistisch.

Schützen Sie Ihr Vermögen

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